1. Mai 193C

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Sehr verehrter Herr Professor!

Zwar sind in dar Zeitung alle möglichen Gesellschaften genannt, an denen Sie mitgearbeitat haben und die heute Ihrer

gedenken-und unsere Gesellschaft fehlt darunter. Aber wer

hinter die Kulissen blickt, der weiss gmnz genau, dass Ihre Täigleit in so vielseitiger Weise die gesamte geistige Tätigkeit von Frankfurt beeinflusst und gefördert hat, das jede kulturelle Vereinigung und alles geistige Wachstum unserer Stadt irgendeinen Zusammenhang damit aufweist. Ich erinnere mich gern der gemein­samen Arbeit in der schwersten Zeit, gern des wohlwollenden Nebeneinander und Miteinander von Stadtbiblioothek und Senckenber Bibliothek und bin überzeugt, dass der Ruhestand für Sie kaum eine Umstellung bedeuten wird. Gedanklich werden Sie bleiben, was Sie sind; ein gläubiger Förderer des geistigen Lebens von Frankfurt und in diesem Sinne darf ich Ihnen he te Namens der Senckenbergischen Gesell sch ft und im eigenen Namen freund­liche und dankbare Grüsse schicken.

lamens der Senckenbergischen Naturforschenden

Gesellschaft

Ihr