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21.Januar 1931
Lieber Freund Schmieden!
Ich hatte gestern abend den Brief des Herrn Prof.
BRECHT vergessen und schicke ihn Ihnen deshalb zu, einmal damit Sie eine Freude haben an dem wirklich blendenden Urteil und zweitens, damit Sie die Zeilen auch Ihrer Frau zeigen können und eventuell dem Jungen Mann. Nachher würde ich sie zurückerbitten, da ich sie, wenn Ihr Neffe mich in 14 Tagen erinnert, meine Briefe an die Male-Universität beigeben möchte.
Es war gestern abend recht nett, schade, dass Ihre Gattin nicht kommen konnte — ich hoffe, es geht ihr wieder besser. Und dann darf ich mich einer Bitte meiner Frau entledig sie möchte gern ein Buch von RIEZLER: Gestalt und Gesetz und eine kleine Brochüre, die sie Ihnen vor längerer Zeit geliehen habe, zurückhaben, weil sie sie gerade zu einer wissenschaftlichen Arbeit braucht.
Mit vielen herzlichen Grüssen
Ihr getreuer