DR. OTTO STECHE

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LEIPZIG CI, den LL» 27/2

KÖNIG )OHRNNSTR. 16

Lieber Herr Professor!

Das ist famos, dass Sie Zusagen! Wie Sie aus dem beifolgenden Jahres­programm sehen, hatte ich Ihre Zustimmung schon vorweg diskontiert, was Sie mir hoffentlich nicht übelnehmen. Dementsprechend habe ich auch ein Thema hingesetzt, von dem ich dachte, dass es Ihnen evtl. Spass machen würde, da­rüber zu reden, aber vielleicht hängt Ihnen das Senckenberg am Meer als Tht-ma bereits zum Hals e heraus. Ich habe hier schon mal in einer Fachsitzung darüber berichtet, insofern wäre also etwas anderes ebenso geeignet. Es muss natürlich so wie bei den Sen^ckenbergvorträgen etwas allgemein interessie­rendes sein, aber daran werden Sie keinen Mangel haben, vielleicht auch was von Ihren amerikanischen Eindrücken. Bis zum November ist ja noch reichlich Zeit zur definitiven Entscheidung, vorläufig ist die Hauptsache, dass Sie kommen und dass Ihnen hoffentlich auch der Termin im November recht ist. September und Oktober sind mit auswärtigen Rednern schon fest besetzt, lies- sen sich also schlecht auswechseln, dagegen evtl, der Dezember, wehn Ihnen daran liegen sollte.

Dass Sie trotz Ihrer sonst höheren Honorare für 100 M. zu uns kommen wollen, ist sehr nett, wir haben bei unsern 2QD Mitgliedern natürlich keine grosse Finanzkraft. Sehr gern werde ich mich nach evtl, anderen Möglichkei­ten umsehen, würden Sie auch hier im Radio sprechen, das könnte ich sicher leicht vermitteln, 75 M. die halbe Stunde.

Mein Buch schicke ich Ihnen gern, auch wenn Sie nichts draus abdrucken

wollen, mir war nur der Gedanke sympathisbh, dadurch wenigstens etwas meine Schuld .^egen das Senckenberg abzutragen, da ich sonst z.Zt. nicht leistungs­

fähig bin