OTTO ERNST SUTTER
7. Mai
FRANKFURT A.M.
Kö rner s tr, 4/T. Zepp-lin 58469,
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Herrn
Professor Dr. Fritz Drevermann
Frankfurt/!
Sehr verehrter,lieh ar Herr Professor,
ich habe im neuen Heft von »Natur imd Ihiseum» den letzten Ihrer sehr interessanten Beisshriefa ans Amerika gelesen. Zn. Anfang Ihres unterhaltenden und aufschlussreichen Briefes bezeichnen Sie den Hihkgo biloba als einen Hr uss aus Frankfurt. Th der Tat gibt es in Frankfurt zahlreiche sehr schöne Exemplare des Hihkgo. H. a.steht ein besonders schöner Banm im Hart en des Kunst-
gewerbemusenms, einige schöne/-än den Ufern des Rechneigrsbenweihors, einige im sogenannten Nizza, einer in den Anlagen gegenüber dem Elkan’ sehen üpfer-Penkmal, einer am West mdplatz, m die Rüst ar- strasse in diesen einmündet, einer im Härtnerweg u.s.w. Per Baum, der Ho-the zu seinem. herrlichen He dicht im »West-östlichen Divan» inspirierte,stand ^ab r wohl nicht in Frankfurt sondern in Heidöl- bgrg.Doch ich will nicht philologenhaft werden.Der Hrund dieser Zeilm ist lediglich der, Sie zu bitten,meiner lebhaftesten Freude darüber Ausdruck gebga zu dürfen,dass Sie in Amerika an die herrlichen Frankfurter Hihkgob'äume gedacht haben. Tin übrigen bin ich schon seit einiger Zeit daran,gute Aufnahmen von den schönsten Hinkgobaum-Exemplar an herzustellen.Wenn meine Sammlung mir einmal gut genug erscheint,dann bitte ich darum,sie Ihnen zeigen zu dürfen Für heute sende ich Ihnen und der hochverehrten Fr au Magnif icentia für meine Frau und mich die herzlichsten Hrüsse.
Wie immer T hr hr ergab