10.Juli 1930

Geehrt ei* Herr Schmitt!

Ich schicke Ihnen das schreiben vom Herrn Reich»minis­ter des Inneren zurück und bedauere, dass Sie sofort die Flinte ins Korn werfen. Es Erde doch 2 . B. die Möglichkeit bestehen, ausser dem Ihnen angebotenen kleinen Beitrag von ZOO Mark halbjährlich zu versuchen, ein Stpendium etwa der Masch :.nenbau- schule in Frankfurt zu bekommen. Hunderte von Studenten der Universität müssen neben ihrem harten Studium noch schwere Arbeit verrichten, damit sie die Mittel zur Bezahlung der Vorlesungen und ihres Unterhaltes verdienen. Ich will Ihnen keinen Rat geben, als den, dem Reichsminister > es Inneren und dem Preussisehen Minister für Handel und Gewerbe für ihre Freundlichkeit zu danken. Aber der Satz »Wer Knecht ist, soll Kencht bleiben» gilt immer nur für den, der nichts weiteres werden kann, weil ihm die nötige Zähigkeit fehlt.

Mit freundlichen Grüssen Ihr

Hausmeister Burkard hat sich über Ihre Grüsse gefreut und

schickt Ihnen ebenfalls welche.