li. Ser>tembor 1930

Herren

Anton Schmitt

Oberzissen

Geehrter Herr Schmidt!

Ich schicke Ihnen'hier den An&ortbrief der staatlichen Vereinigten Maschinenbauschulen, aus denen Sie sehen, dass dort keinerlei Möglichkeit besteht, für* Ihre meiste Ausbildung Mittel zur Verfügung zu stellen. Ich selbst sehe nun auch keinen Weg mehr, der bei der gegenwärtigen Notlage des ganzen Reiches und jedes einzelnen Berufes beschritten werden könnte. Der einzige Trost,liegt eigentlich in dem letzten Satz des Schreibens von Direktor Meyer, da~s nämlich die Aussichten für die mittleren Techniker denkbar ungünstig sind. Wir sehen das in eigenen Hause, denn der Sohn des XKäX Hausmeisters, der Sie damals so freundlich aufnahm, hat, obwohl er schon vor mehr als einem halben Jahr sein Examen gut ge acht hat, trotz aller Mühe noch keine Stellung finden können. Es tut mir leid, dass Ich Ihnen nichts anderes sagen kann, aber es ist das Schicksal von vielen Tausenden, das jetzt auch Sie teilen.

Mit ergebensten Grossen