23.September 1931

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Lieber Herr Scharp!

Eine Bitte: Würden Sie Ihren wunderschönen deutsch-fran zös sehen Briefwechsel noch in einem Exemplar an Frau Dr. Oppenheim, Schaumainhai S5 schicken können? Sie arbeitet fleissig an der Verständigung und kann das besonders gut, da sie als ge­borene Belgierin mit den Intellektuellen hüben und drüben enge Beziehungen hat.

Das zweite: Wollen Sie mit Ihrer Zeitung den Anfang machen und alle naturkundlichen Dinge, insbesondere die sogenann­ten Waschzettel, vor dem Druck in das Senckenberg-Museum schicken, wo sie kostenlos auf Richtigkeit und Druukfähigkeit geprüft werden? Es handelt sich natürlich nicht darum, irgendwie korri­gierend in weltanschauliche Fragen einzugreifen, sondern die vollendet© Schamlosigkeit wenigstens auf diesem Gebiet zu ver­bessern, wo sie sehr schlimm ist.

Mit herzlichen Grüssen

Ihr