31. März 1930

Lieber ^srr Melber!

Ihr freundlicher Brief hat mich mit der Tatsache ver­söhnt, dass Sie als alter Freund unseres Museums und wie ich hoffentlich sagen darf, auch als alter persönlicher Freund, am

Samstag nicht da sein konnten. Meine Frau und ich wären nach der Sitzung sehr gern zu Ihnen gekommen, freuen uns aber nun beide darauf, diesen Besuch bei der Anwesenheit unserer gemeinsamen Freunde Sieverts nachholen zu können.

Was die 25jährige Tatsache betrifft, so muss ich sagen, dass Herr von Weinberg sehr nett gesprochen hat und dass die kleine Umgehung meines Wunsches, garnicht gefeiert zu werden, irgendwo im Herzen doch wohl getan hat. Dass bei der Gelegenheit meine eigenen Museumswünsche einmal klar und deutlich vor der ganzen Verwaltung ausgesprochen werden konnten, hat mir Freude gemacht, denn schliesslich habe ich wirklich nicht dafür gear­beitet, um in festgüahrenen Geleisen weiterzufahren.

Ihren Wunsch »erhalten Sie mir Ihre Freundschaft» er­widere ich aus ganzem Herzen und bin, mit allerbesten Grüssen an Sie und die Ihrigen

Ihr