1.Juni 1930

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Sehr geehrter Herr Stadtratl

Sie wissen, dass an unserer Universität vor Kurzem der vortreffliche Extraordinarius für Zoologie Prof. Dr. Wülker gestorben ist. Er hat F^au und zwei Söhne im Alter von 4 und 6 Jahren hinterlassen, und dabei ist die Lage der Frau dankbar unglücklich, da irgendwelche Hinterbliebenen Versorgung für die nichtbeamteten ausserordentlichen Professoren nicht besteht. Ob sie auf besonderen Wegen zu erreichen ist, die versucht werden ist höchfet unsicher.

Nun ist F^au Dr. Wülker früher bis zu ihrer Verheiratun als Studienrätin angestellt gewesen, Ja sie hat sich eigentlich ^ ganz vom Schulbetrieb getrennt, sondern immer durch gelegent- Aushilfen die Verbindung beibehalten. Dass in ihr die Hoff- ht, es möchte ihr gelingen, wieder im städtischen zukommen und auf diese Weise ihr Leben und das 'germassen zu sichern, ist wohl verständlich.

->hr verehrter Herr Stadtrat wenden, mit der men Frau, die an ihrem Schicksal wahr- at wenn Sie können, behilfslich sei