15. April 1930

Lieber Herr Kommerzienrat!

In Ihrem Werk hat verschiedene Male in seinen Ferien der Sohn unseres Hausverwalters gearbeitet, ein tüchtiger und fleissiger Mensch, der gleichzeitig die ganze Zuverlässigkeit seines Vaters geerbt zu haben scheint. Nun hat er sein Examen als Ingenieur am Technikum Friedberg mit gut bestanden und sucht Stellung. Ich möchte ihn erst zu Ihnen schicken; vielleicht haben Sie Verwendung für ihn und erkundigen sich vorher in Ihrem Werk, wie er sich bei der Arbeit angeste 1t hat. Denn ich kann ja nur über sein Wesen urteilen, nicht über seine Arbeitsleitung, die für Sie in Betracht kommt.

Ich hoffe, Sie können dem jungen Mann etwas Hoffnung

machen.

Mit den besten Wünschen für die Ostertage und den ergebensten Grüssen

Ihr