17.Februar 1931

Sehr geehrter Herr Goecke!

Ich danke Ihnen vielmals für die beiden schonen Hefte; in der Tat ist mir Ihre Zeitschrift genau bekannt. Aber gerade darin liegt ja bei uns der Grund der Zersplitterung unserer Kräfte, dass jeder Verein (mit Hecht) sagen kann, dass »die Verhältnisse hier aber doch besonders liegen». Solange nicht jeder Verein lernt, dass er nachgeben muss, werden wir keine einheit­lichere Arbeit bekommen und dauernd des Individualismus der Deutschen weiterpflegen. Ich weis« auch nicht, ob die gegenwärtige Not so viel Einsicht bringen wird, dass eine Anzahl von Vereinen, z. B. in Westdeutschland Zusammenarbeiten werden. Zwei Zeitschrif­ten nebeneinander kann man seinen Mitgliedern natürlich nicht liefern, und für 3 Mark kann der Jahrgang Natur und Museum auch ''

nicht abgegeben werden, da Sie ja selbst berechnen können, dass uns

die Zeitschrift in dieser Ausstattung wesentlich mehr kostet.

Wenn Sie einm°l vorbeikommen, können wir vielleicht den Gedanken nocheinmal durchsprechen; ich empfehlet Ihen allerdings sich unbe ingt vorher kurz anzumelden, da ich sehr viel unterwegs bin. Mit freundlichen Grüssen

Ihr