8.Oktober 1930
Sehr geehrter Herr Doktor l
Ich sehe meine Besprechung des Dacque’sehen Buches im letzten Literaturblatt mit Freunden und etwas Schrecken, weil nämlich Prof. Dacqu4 den Vortrag leider nicht hält, sondern aus Scheu abgesagt hat. Vielleicht ist <?ine Korrektur des etwas reichlich schwunghaften Schusses gerechtfertigt, die etwa folgender Kassen lauten könnte:
Prof. Dacque kommt nicht I er will für seine Gedanken kein© Reklame machen,/. So leid den Senckenbergern es auch tut, sie werden mit den übrigen Frankfurtern darauf verzichten müssen, ihn zu hören. So will ich also den Schluss-Satc der Besprechung folgendermascen fassen:
Lest, was Dncque schreibt und achtet nicht dabei auf Jedes Steinchen, das vielleicht anders liegt, als ihr es mochtet.
__ Achtet viel mehr auf den aufrechten grundanständigen
Menschen, dessen Blick in die Ferne gerichtet ist und der deshalb manches andere sieht als Ihr selbst.
Wenn Sie die Abänderung für überflüssig halten, dann werfen