7. Juni 1930

Sehr geehrte Herren!

Ich danke bestens für Ihren Brief vom 4, Juni und die guten Bilder, die Sie beigelegt haben. Leider bin ich kein Botaniker, sedass ich z.B. nicht weiss, ob im botanischen Unterricht dergleichen verwendbar wäre. Sicher ist Ihnen das Buch, das vor einiger Zeit mit Bildern erschienen ist, bekannt. Sine Äusserung über eine Verwendung für museale Zwecke, die mir durchaus möglich scheint, mochte ich von der Besichtigung Ihrer Ausstellung im Frankfurter Kunstverein abhängig machen. Vielleicht ist es für Sie nicht ohne Interesse und für Ihre Ausstellung nicht ohne Hutzen, wenn Sie dem Frankfurter Kunst­verein mitteilen, dass Sie auf die Mitarbeit der Sencken- bergischen Naturforschenden Gesellschaft bei dieser Ausstellung den allergrossten Wert legen. 35s handelt sich dabei nicht allein um die rund 6 000 Senckenberger in Frankfurt, von denen sicher ein grosser Teil die Sammlungen besichtigen wird, son­dern in viel stärkerem Masse um die führende Stellung der Gesellschaft in Frankfurt« deren Nennung als einladende Kör­perschaft jyj,ein eine Empfehlung der Ausstellung bedeuten würde. Wenn Sie -beabsichtigen dem Juli-Heft unserer Zeit­schrift »Natur und Museum» (Auflage 8 000) einen empfehlenden Hinweis auf die Ausstellung beizuiegen, so würde ich bereit sein, eine solche Beilage für Sie kostenlos (bis auf ein Trink­geld von M 10.- für den Mann, der die Zettel einlegt) in dem am 1.Juli erscheinenden Heft vornehmen zu lassen, wenn Sie dafür allen Senc' enbergern eine Srmässigung des Eintrittsgeldes