16.April 1930

Lieber Herr von Bethmann!

Ich höre zu meinem Bedauern, dass Sie nicht unerheblich erkrankt sind und möchte Ihnen vor allen Dingen gute Besserung wünschen. Ferner aber wollte ich Ihnen gern mitteilen, dass Sie bei der letzten Wahl von Rotary eine derartig überwältigende Stimmenzahl bekommen haben, dass wir Sie gestern alle zum Vize­präsidenten gewählt haben. Ich weiss, dass das ein kleines Opfer ist, lieber Herr von Bethmann, aber ich denke auch, dass Sie das Opfer dam Klub bringen werden. Der Vorstand würde sich dann zusammensetzen aus den Herren: Grote, Selck, v. Bethmann, Bleistein und Schulz (als Sekretäre), Kahn (Kassierer) und ter Horst, ich freue mich besonders, dass auch Selck Leinen angeblich Widerspruch aufgegeben hat und mittut; so hoffe ich, dass auch Sie gern dabei sein werden. Sie wissen ja, dass Keck gebeten hatte, für ein bis zwei Jahre von jeder Wahl abzusehen. Seine Gründe sind triftig.

Mit herzlichen Grüssen und nochmals besten Wünschen für Ihre Gesundheit

Ihr