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Lieber. Herr Zilch!

Gleichzeitig mit Ihrem Schreiben vom 30-3- ist heute Ihre liebe Frau im Museum schon erschienen. Sie ist in der Tat bereit,in die Lucke einzuspringen, die der Tod unseres unvergesslichen KEMMER= ZELL gerissen hat.

Es ist wirklich traurig, Was dieser tüchtige, hilfsbereite Mensch erdulden musste, und zwar das schwerste seelische Leiden schon lange Jahre vor seinem T<>d.

Dass Ihre Frau trotz der vielen heutigen Ansprüche an die Mut ter und Hausfrau bereit ist, uns einen Nachmittag zur Verfügung zu stellen, ist ein Opfer, das wir hoch anerkennen. Wenn wir ihr auch alle Auslagen selbstverständlich ersetzen, so bleiben wir doch in ihrer Schuld.

Aus Ihren Briefen, die ich bei Dr.REULING immer zu meiner Freude lesen darf, konnte ich mich über Ihr Ergehen und Ihre sonsti­gen Schicksale unterrichten. Ich freue mich für Sie, dass Kalte und Schnee zu Ende sind und hoffe, dass Sie einen schönen Sommer erleben,

der Ihnen auch genügend Zeit für die Dinge lässt, die Ihnen am Herzen liegen.

Andererseits werden Sie durch Dr.REULING gehört haben, dass nun auch die Schausammlung geräumt ist und noch eine weitere Mauer um unser Haus gezogen werden soll.

Am meisten Sorge habe ich eben um ROTHER, der im Süden der