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Kulturen zu höchst beacht- oft recht inte-
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sem Käsepilz, der in Wirklichkeit natürlich eine ganze Familie ist, beschäftigt hat. Hieroei ist es diesem Mann in jahrelanger Arbeit gelungen, diesen Pilz zu züchten und dabei nicht weniger als 17 verschiedene isolieren. Ich glaube, eine für einen Laien liehe Leistung. Senckenberg kennt ja diesen ressanten und auch fruchtbaren Typ von Amateurwissenschaft- lern zur Genüge. Der Mann muß mit denkbar primitiven Hilfsmitteln gearbeitet haben. Herr Dr. Würth bedauerte in der Unterhaltung, daß diese wissenschaftlich sehr wertvolle Arbeit nun begraben liegt und kein Mensch etwas von ihr erfährt. Ich dachte in dhsem Augenblick an unsere Gesellschaft und habe Herrn Dr. Würth gegenüber meine Gedanken geäußert. Ich meine, es müßte möglich sein, mit diesem guten Mann in Fühlung zu kommen und ihn zu einer Veröffentlichung seiner Arbeiten zu veranlassen. Oft haben diese Leute doch nur Angst vor ihrer eigenen schriftstellerischen Courage. Dr. Würth schien mir nicht abgeneigt, die Verbindung herzustellen. Überlegen Sie sich doch den Fall bitte mal und schreiben Sie mir mal, was Sie darüber denken. Selbstverständlich können Sie sich auch mit Dr.W. unmittelbar verständigen und sich dabei auf mich beziehen. Ich habe in letzter Zeit Dr.W. nur am Telefon gesprochen, sonsH hätte ich selbst schon wieder einmal angebohrt. Donnerstag Nachmittag habe ich eine Besprechung in Frankfurt, wenn es sich eben ermöglichen läßt, komme ich ins Museum. Dann können wir uns über den Fall unterhalten.
Meinem alten Lehrer, Herrn Prof. Richter, danke ich recht herzlich für seine Grüße. Bitte bestellen Sie meinen besten Hruß. Sie,lieber Herr Reuling, hoffe ich recht bald wieder einmal in Frankfurt zu treffen. Bis dahin bin ich
mit herzlichem Gruß
Ihr