Dr. Herbert LSchrader
Frankfurt a. Main
Im.Sadisenlager 8 Postscheckkonto: Ffm. 62866
06 Begrenzter Raum und unendliche Weite
Die Wandmalereien in den Lehensgruppen des Senckenberg
Museums
Mit der Darstellung von Tiergruppen inmitten ihrer
Umwelt in der Natur hat das Senckanberg-Museum den dankenswerten Versuch gemacht, den Besuchern möglichst realistisches Anschauungsmaterial zu bieten. Die beiden ersten Gruppen, Darstellungen des Tierlebens im hohen Norden und in Deutsch-Ost-Afrika, stammen noch aus der Zeit vor dem Weltkrieg. Der Fund des Knochengerüste^ eines Urs gab dann den Anlass zu einer weiteren
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Der so ausgestattete Raum ist nur wenige Meter tief und würde als Landschaftsstück nicht wirken, wenn nicht Wände und Decken als Hintergrund ausgemalt wären. Der Frankfurter Maler Wilhelm Lefebre, der auch die Wände der späteren Lebensgruppen gemalt hat, erzählt selbst, wie die Landschaftsbilder zustande kommen: "Die Motive hole ich mir möglichst aus der Umgebung von Frankfurt. Im Niddatal, am Alten Main, im Enkheimer Ried und im Schwanheimer Wald habe ich charakteristische Studien gesammelt, die ich als Vorlagen zu den Wandgemälden benutze. Es ist aber zwecklos, ein verkleinertes Modell snzul'ertigen, denn im grossen Raum sind die Gegebenheiten völlig anders. Die Gegensätze von kalten und warmen Tönen der Freilichtmalerei, die das Ganze erst lebendig machen, die Verteilung von Hell und Dunkel, kann man nur im grossen Raum ausprobieren."
Am schwierigsten sind die Übergänge von dem dargestellten Untergrund zu der Wandmalerei. Sie sollen so weich und fliessend sein, dass sie der Besjfchauer auf den ersten Blick gar nicht erkennt, ÄgrEjriySpxyXiiXFDapKpkSHs Erst dann entsteht der Eindruck