Montana/s.Sierre, den 10.V.43. Les Bluets.

Sehr geehrter, 11L>er Herr Br. Reuling !

Ich muß endlich einmal alle andere Arbeit beiseite eefe schieben und Ihnen recht herzlich danken für Ihre von vollem Er­folg gekrönten Demarchen in meiner Bevisenangelegenheit. Die ers­te Rate ist glücklich hier eingerollt und soeben erhalte ich von der Dresdner Bank die Mitteilung, daß die zweiten RM 400,- an di Verrechnungskasse eingezahlt seien. Gleichzeitig möchte ich Sie aber nochmals bitten, die Dresdner Bank rechtzeitig in die Lage zu setzen.auch die dritte Rate (Jun i) voll ausnutzen zu können. Der augenblickliche Kontostand beträgt nur 108,- RM. Entgegen meiner früheren Bemerkung erscheint es mir zweckmäßig, das Bank­konto bei dieser Gelegenheit ganz aufzulösen - da ein zu kleine: Rest nur unnötige Verwaltungsspesen verursachen würde. Sie wolle die Bank veranlassen,mir alsdann eine Abschlußrechnung zur Unter Zeichnung zugehen zu lassen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie

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mir auch bei derselben Gelegenheit eine Übersicht geben könnten.

Aus meinem £rO Still 'TlUJtikU scheinl leider nichts mehr zu werden. Schon die Nachrichten, die ich vor wenigen Tagen von Herrn Prof. Richter erhielt, waren nicht besonders ermutigend.

Nun schreibt mir vorgestern das Konsulat in Genf, daß diesem

eine Stellungnahme des Reichsministeriums des Innern zugegangen sei, wonach meinem Angebot nicht nähergetreten werden könne. Offenbar handelt sich um eine Reaktion, die darauf beruht, daß i ich persona incognita bin und man wahrscheinlich überdies einem Kranken nicht eine so große Angelegenheit anvertrauen müßhte. Deshalb bin ich nach wie vor der Ansicht, daß eine unmittelbar interessierte Gruppe in Deutschland gefunden werden müßte, die den ordentlichen Aufbau eines Sanatoriums aus eigener Sachkennt­nis beurteilen und mehr oder weniger sogar gewährleisten könnte. Da ich vielleicht nicht sehr bald dazu komme, Herrn Prof. Richte unmittelbar zu schreiben, wollen Sie ihn bitte von diesem Stande der Dinge unterrichten und ihn um Mitteilung einer allfääligen fördernden Idee ersuchen. Es wäre sehr schade - und das nicht m für mich T wenn dieses Hilfswerk nicht zustande kommen könnte.

Wollen Sie auch Frau Prof.R. einstweilen schon meinen herzlichsten Dank für Ihre lieben Zeilen und vor allem für die mittlerweile bereits eingegangenen Heftchen aussprechen. Vor­läufig bin ich nämlich mit der Arbeit in meinem Garten bis über

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