Dr. R. Beyer Heidelberg Zoolog. Institut
1b‘. Juni 1943
Herrn Dozent Dr. H. Th. R e u 1 i n g Frankfurt a. M .
Senckenberg-Anlage 25
Sehr geehrter Herr Dr. Reuling,
gleichzeitig mit Ihrer Dachricht vom lb.VI. traf auch ein Brief von Dr. S. ein, in dem er mir Ihre Bemühungen um die Genehmigung zur Einzahlung auf ein Sperrkonto und sein volles Einverständ nis mit Ihren Dispositionen mitteilt. Ich hoffe sehr, dass das Geld auch in seine Hände gelangt. Sie werden ja wohl erfahren haben, dass der Oberfinanzpräsident ^ (in Frankfurt) mein Gesuch bereits mit einem abschlägigen Bäscheid beantwortet hat. Herzlich danken möchte auch ich Ihnen, da Sie miss ein Teil der Arbeit abgenommen haben bei der Rückzahlung.
Morgen werde ich den Betrag von 900.-RM von meiner Bank auf Herrn S. Sperrkonto einzahlen lassen. Es wäre eigentlich noch der Zinsbetrag von ZO.- RM (2$ Verzinsung für 1 1/2 Jahre, von Januar 1942 - Juni 1943) zu zahlen. Da die Formulare aber bereits anders lauten kann ich jetzt ja nur die 900.-RM zahlen. Ich werde die restlichen 500.-RM + ZO.-Zinsen für die verflossene Zeit 'jf + ca.^.-RM Zinsen für die kommende Zeit etwa Anfang 1944 zurückzahlen.Sollte mir in der Zwischenzeit etwas Unvorhergesehenes zustossen, sodass mir die Rückzahlung bis zu dem angegebenen Termin schwer fallen würde, dann gebe ich Ihnen umgehend Nachricht. - Ich füg® meinem Brief die Schuldnererklärung mit Unterschrift bei.- Sollte es für Herrn S. wichtig sein, die Gesamtsumme von mir sofort oder vor dem nächsten Jahresanfang zu bekoinmen, so bitte ich Sie, mir das mittei- len zu wollen. Ich werde versuchen, dann möglichst bald zurückzuzahlen.
Damit wäre das Geschäftliche erledigt. Wie es Ihnen wohl gehen mag. Sind Sie nicht sehr durch den Krieg in Ihren Arbeiten gehemmt? Hier imrjilnsti tut ist rasend viel während der Semesterzeit zu tun.