Gefreitei?

FRITZ HOHL

Feldpost-Nr.02379 C

Rlg./Do.27

28. 10. 42

Lieber Rühl!

Ich kann Ihnen nun endlich hinsichtlich Pleskau eine erfreuliche

Mitteilung machen. Gestern erhielt ich vom Kulturamt der Stadt den

Bescheid, dass ein Schreiben von dem für das Baltenland zuständigen

General eingelaufen sei, worin dieser mitteilte, dass nunmehr der Ab«

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tränsport der Schmetterlings'Sammlung von Pleskau nach Frankfurt end­lich gesichert sei. Der Transport soll von Pleskau nach Königsberg bezw.Berlin mittels Flugzeug und von da mit der Bahn nach Frankfurt durchgeführt werden.

Ich habe nunmehr sie in Vorschlag gebracht und erreicht, dass be­reits gestern Nachmittag -nachdem ich Ihre neue Feldpostanschrift bei Ihren Eltern hatte erfragen lassen- der Oberbürgermeister Ihren Namen dem General mitgeteilt hat. Sie werden von diesem durch das zuständige Wehrbezirkskommando angefordert und für die notwendig werdende Zeit von Ihrer Einheit beurlaubt werden.

Ich habe darauf audmerksam gemacht, dass Sie unbedingt über Frank­furt fahren müssen, um hier noch die nötigen Unterweisungen hinsicht­lich einer sorgfältigen Verpackung, Nadeln der Insekten und vor allem das hierzu notwendige Rüstzeug in Empfang nehmen müssten. Ihr Aufent­halt in Pleskau wird auf 14 Tage veranschlagt, zumal die Bereitstel­lung einer Maschine einige Zeit brauchen wird. Sie selber werden den Transport im Flugzeug begleiten, haben also damit die erste Luftfahrt