7. 9. 42
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Lieber* Herr M a rtin!
Ihr* Brief vom 14.8.42 hat Herrn Prof.SICHTER, der z.Zt im Ge« neralgouvernement weilt, leider nicht mehr Mer in Frankfurt erreicht Ich werde ihm denselben sofort nach seiner Rückkehr, in etwa 4 Wo« chen, vorlegen. Ich freue mich, dass Sie Herrn STRAUB die Schwierigkeiten hinsichtlich eines Druckes sei ner Arbeit klar vor Augen gestellt haben. Herr Straub wird dies auf Grund seiner vielfach erhaltenen Absagen am besten verstehen können. Unsere Papiermengen für . Senckenbergiana sind gleichfalls beschnitten worden, und es liegen für die nächste Zeit eine ganze Anzahl von Arbeiten, die bereits eit langer Zeit angenommen sind, vor. Bei den Abhandlungen ist es noch schlechter, da hier der Druck jeder Arbeit vorher genehmigt werden muss und danach erst das dazu erforderliche Papier beantragt werden kann. Eine hicht-Genehmigung des Papiers ist hierbei immer noch möglich. Vor etwa 6 Wochen ist ein solcher Antrag von 2 Abhandlungen eingereicht worden,aber bisher ist noch kein Bescheid eingegangen.
Ein vor einiger Zeit abgegangenes Erinnerungsschreiben -Mahnschreiben sind verpönt- hat bisher keinen Erfolg gezeitigt. Sie sehen,die Aussichten sind sehr, sehr gering. Aber trotz allem liegt die Entscheidung innder H a nd von Prof.RICHTER.
Ich freue mich, dass Sie Zeit und Gelegenheit finden, geologisch Studien machen zu können.