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HSLLEHHOF-Gesel1sch af t Gemeinnützige Wohnungsges. Frankfurt a.M«
Taunus Anlage 2
11. 11. 42
Fraulein KARIA KAYSSER, die hoi der Senekenbergischen Natur« forschenden Gesellschaft als Burohilfe beschäftigt ist, hat mir ui© Schwierigkeiten hinsichtlich ihres Zimmers im Hause Dornbuscl 13 geschildert und die Befürchtung geäussert, dass sie gezwungen werden konnte, das Zimmer aufzugeben.
Frl.Kaysser hat durch die Inflation ihr gesamtes Vermögen ver loren und muss sich ihren Lebensunterhalt trotz schweren chronisch sn Knieleidens verdienen. Frl.Kaysser ist durch ihr leiden sehr behindert und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Bisher ist sie in rührender Weise bei Frl.BRAUBURGER versorgt worden, die nun aber vor einigen Tagen verstorben ist. Run hat sich Frl. SCHMAHL. die Freundin von Prl.BRAUBURGER bereit erklärt« die Pflege von Frl.Kaysser zu übernehmen, sofern ihr die Übernahme der Wohnung von Frl.Brauburger genehmigt wird.
Ich erlaube mir, dies Ihnen vorzutragen und wäre Ihnen sehr zu Dank verbunden, wenn Sie diese Genehmigung erteilen würden. Sio würden damit 2 Menschen von einer grossen Sorge befreien und einen guten Dienst erweisen.
Heil Hitler!
Doz.Dr.Reuling