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Herrn Dr. H.Th. Heuling,
Frankfurt/M.,Senckenberganlage 23»
den 7* Mai 1943'
Sehr geehrter Herr Dr. Heuling!
Ihre Sendung der Senckenbergiana-Verzeichnisse und der Preisliste ist gut hier angekommen und iah sage Ihnen meinen besten Dank dafür. Ich habe sie bereits Herrn Heben übergeben, der Ihnen ebenfalls bestens dafür dankt.
Ich habe mit Herrn Heben neulich über seine Sammlung gesprochen. Er ist ein absoluter Idealist und verkauft seine Sammlung nicht, sondern hat sie jetzt schon der Landesanstalt versprochen. Sie soll in Berlin bleiben.
Und so ist auch schon der grösste Teil dort. Aber bei einem Tausch neuer gutsr Fundstücke gegen Literatur (wohl besonders gegen die Trilobiten- arbeiten von Herrn Prof. R. Richter, wie ich annehme) bleibt es. Sie bekommen dann bestimmt bessere Stücke, als ich sie Ihnen bieten kann.
Trotzdem werde ich Ihnen meine AufSammlung, wieder mit fcied und Besch reibung, zukommen lassen,wenn ich nicht auch bald von den 'Unruh* und Wirbel der Zeiten des totalen Krieges erfasst werde. (Komen est omen: Wirbel heisst der Adjudant des tfenerals "Heldenklau"!) Es ist aber möglich, dass die Reise doch noch in der nächsten Zeit stattfinden kann.
Hei dieser Gelegenheit wollte ich noch bei Ihnen anfragen, ob Ihr Museum auch kristalline Leitgeschiebe gebrauchen kann. Auch von diesen habe ich einige Duplikate.
Ehe ich Herrn Heben die Verzeichnisse übergab, habe ich sie natürlich selbst durchgesehen. Ich fand dabei noch Arbeiten, die mich interessierten. Da sind zunächst die Phyllopoden, mit denen die Ostrakodengeschichte vielleicht beginnt,da man m.W. im Kambrium noch keine Ostrakoden fand. Zweitens sind es Arbeiten über Hystrichosphaerideen,die ich bei der Auflösung von Gesteinen auch in sehr alten (festeinen entdeckte. Wenn von den nachstehend genannten Arbeiten keine Sonderdrucke vorhanden siua,Ditze ich evt. um die Zusendung der ganzen Bändägegen Rechnung, die ich Sie )itte, mir mit einzusenden.
1) GROSS,W. Eine Estheria aus dem rheinischen Unterdevon.
2) TRTTSREIM,F. Aktuo-päläontolog. Beobachtungen an Triops cancri-
Bd.l6,S.2#
formis «uu.(Crust.Phyll.).
$ (Handelt es sich hier um eine Phyllocaride?)
| 3) KRÄUSEL,R. Sind die paläozoischen Hystrichosjjhaerideen | Einzeller oder Pflanzensporen?
| 4) — . XXII.Hoch einmal devonische Sporen und Hystri-
’i chosphaerideen.
| 5) EISENACK,A. Chitinozoen und Hystrichosphaerideen im Ordo- r vicium des Rheinischen Schiefergebirges.
Bd. 13,3.234.
Bd.21,S.Z3ß. Bd.22,3.1- Bd.21,3.133.
Für die Zusendung dieser Arbeiten danke ich Ihnen im voraus bestens. Andere Arbeiten werde ich mir bei meinem dortigen Besuch auswählen.
Mit den besten Griissen und
) 90ler PhftoKe/9tti\ \
Heil Hitler! Ihr