Herrn

Hans Brückbauer z.Z.bel Ww.St.MÜLLER St.Julian b.Metz

Metzerstrasse 18

R2g./Do.27 7. 9» 42

Lieber HSrr B-ückbausr!

Herr Prof.RICHTER, der zurzeit im Generalgouvernement weilt, hat

M

^ich beauftragt, die für ihn eingehende Post zu sichten und zu erledig gen.

Ich danke Ihnen für Ihren Brief und bedauere, dass Sie an eine Ar« beit gesetzt worden sind, die ihnen nicht liegt und demgemäss so wenig Freude bereitet. Aber trotz allem gilt es, den Kopf nicht hangen zu las­sen. Man muss manches im Leben leisten, wozu nicht der rechte Wille da ist, und betrachten Sic das als eine kurze, nicht mehr lange andauernde Probe.

Ich werde Herrn Prof.RICHTER Ihren Brief vorlegen und ich bin über» £ ugt, dass er Ihnen die Bescheinigung zum Betreten der Steinbrüche aus« stellen wird.Da er noch etwa 4 Wochen wegbleiben wird, werde ich die Be­scheinigung sogleich an Ihren Heimatort senden.

Sie werden nach dem Angriff auf Mainz in grosser Sorg© ob Ihrer An­gehörigen gewesen sein. Ich freue mich, dass Sie und die Ihren nicht da­von betroffen -worden sind. Bei dem Gross_Angriff auf Frankfurt ist das Haus der Moden (Festhallengelande) getroffen worden und ausgebrannt. Hoffentlich bleibt das Museum auch weiter verschont.

Mit den besten Wünschen und

Heil Hitler!

Ihr