Liebes Frl.Bengler!
Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie belästigen muss.. Aus Ihrem Nichtkommen ersehe ich zu^meirem grossen Bedauern, dass Sie gesundheitlich noch nicht auf der Höhe sind und noch immer das Bett bezw. das Haus hüten müssen. Ich hoffe, dass Sie sich auf dem Weg© der Besserung befinden und keine Verschlimmerung eingetreten ist.
Um eine dringende Anfrage von Dr.ZILCH erledigen zu können, wäre ich Ihnen für Ihre Mithilfe dankbar. Sie erinnern sich sicher noch, dass Herr Dr.PFEIFFER in Kassel eine Arbeit von CONNOLLY entliehen hatte und vor etwa J Jahren zurückgesandt hat. Diese Arbeit haben Frau ZILGH und auch ich in der Mol 1 usken-Bibl iothek nicht finden können. Wissen Sie, wo sich die Arbeit befinden kann? Haben Sie das Werk vielleicht nocn oben in Ihrem Zimmer oder haben Sie die Arbeit Herrn Prof.PETRY übergeben?
Sofern es möglich sein sollte, geben Sie dem Boten einen Bescheid mit. Für Ihre Mühewaltung im Voraus meinen besten Dank^und entschuldigen Sie vielmals die Belästigung, die ich nur nach längerem Widerstreben ZILGH zu Liebe getan habe.
Mit den besten Wünschen für eine baldige Genesung und
Heil Hitler!
Ihr ergebener
Doz.Dr.Reuling