Der Oberbürgermeister

V l/M.

Frankfurt a. M., den

Dezember

19Z6

An

Sehr geehrter Herr Professor!

Ich komme heute auf mein Schreiben vom 10. November d.J. zurück und beehre mich, Ihnen zu den beiden noch offenen Fragen folgendes ergebenst mitzuteilen:

Gegen die versuchsweise Aufnahme des Lehrlings Heinz Hei erhoff als Gastschüler in die Unterstufe der Stadel schule (Vorklasse l) bestehen keine Bedenken. Ein kostenloser Schulbesuch ist jedoch nach den geltenden Be­stimmungen nicht möglich. Hei erhoff hätte vielmehr als Halbtagsschüler die Hälfte des Schulgeldes, d.s. 40, RM im Schul hatbjahr, zu zahlen. Falls das Schulgeld von Ihnen oder dem Lehrl ing He'«erhoff selbst nicht übernommen werden kann, müsste H. sich um die Gewährung einer Ausbildungs­beihilfe aus städtischen Mitteln beim Kulturamt, Elbestr.43, bewerben. Dieses Gesuch könnte bei Vor liegen der Vorausset­zungen indessen erst im neuen Rechnungsjahr berücksichtigt werden, da im laufenden Jahr Mittel für die Ausschüttung von Ausbildungsbeihilfen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ich empfehle deshalb, die Angelegenheit bis zum Beginn des neuen Schuljahres zurückzustel IenjLnd den Lehrling H. gege­benenfalls zu veranlassen, im nächsten Jahr um die Gewährung

e iner

die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft, z.H. von Herrn Professor Dr. Rud. Richter

Frankfurt a.M.

Senckenberg- Anlage 25