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Frankfurt

Die Stadt des deutschen Handwerks

Der Oberbürgermeister

Frankfurt a. Hfl., den 9» Juni 1939

Sehr geehrt®r Herr Professor!

Seit meinem Amtsantritt ist es meine vordringliche Absicht, zur Förderung der Belange der Stadt Frankfurt a.M und der Wiedererringung des Platzes im Deutschen Reiche, der dieser Stadt nach ihrer Geschichte, Überlieferung und der in ihr schlummernden Werte gebührt, ihre wirtschaft­lichen, geschichtlichen und kulturellen Kräfte voll auszu­nutzen und in den Dienst der gesamten Bürgerschaft zu stellen.

In diesen meinen Bestrebungen bin ich, wie ich dank­bar anerkennen darf, von den maßgebenden Kreisen und nicht zuletzt auch von der Universität stets unterstützt worden. Ich bin hierbei von dem Gedanken ausgegangen, daß sich durchgreifende und dauerhafte Erfolge auf diesen wichtigen Gebieten nur bei einem gedeihlichen Zusammenwirken aller in Frage kommenden Stellen erreichen lassen. Der guten Zu­sammenarbeit zwischen der Universität und der Stadtverwal­tung in der zurückliegenden Zeit sind denn auch gute Erfol­ge und Fortschritte zu verdanken. Ich bin indessen der Mei­nung, daß über das Erreichte hinaus noch Manches zum Wohle unserer Stadt und ihrer Einrichtungen geschehen könne.

So denke ich z.B. unter anderem an eine stärkere Ein­schaltung unserer Universität und ihrer Glieder in den Dienst der Werbearbeit für die Stadt Frankfurt a.M, Sicher­lich pflegen auch Sie, sehr geehrter Herr Professor, rege Beziehungen und Verbindungen zu internationalen Vereini­gungen, wissenschaftlichen Anstalten, Wirtschaftsbetrieben, Industrie- und ähnlichen Unternehmungen usw. Ich kann mir in diesem Zusammenhang vorstellen, daß Sie auf Grund dieser Beziehungen noch mehr, als dies vielleicht seither der Fall