27- August 1929

An den

Magistrat der Stadt

Frankfurt a. M.

richtet die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft die Bitte, ihr zur Weiterführung des Sehckenbergischen Museums und zur Erfüllung ihrer sonstigen hohen Aufgaben auch für das Etatjahr 19Z0/Z1, beginnend am 1. Acri^. 19)0 eine städtische Subvention von M. 22000.- wie im laufenden Etatjahre gewähren zu -wollen. Die Gesellschaft betont dabei, dass sie nicht weiss, wie sie die Mittel aufbringen soll, um nur den stark eingeschränkten Betrieb weiterführen zu können. Ebensowenig stehen ihr Mittel zur Verfügung, um das starke Anwachsen des Tauschverkehrs der senckenbergisehen Bibliothek, das fast ganz ?uf ihren Zeitschriften beruht, und das in kurzer Zeit die Bibliothek zur naturkundlich führenden in Deutschland machen wird, durch ent­sprechenden stärkeren Zuwachs in ihren eigenen Zeitschriften zu unterstützen, 'tfenn die Gesellschaft trotzdem nicht um eine Erhöhung des bisherigen Zuschusses bittet, so tut sie das lediglich in dem Gefühl, dass bei der derzeitigen finanziellen Lage von ganz Deutsch­

land jedes Institut, auch solche die der Allgemeinheit nützen, zur aüssersten Sparsamkeit verpflichtet ist. Die Subvention, die die