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Frankfurt a.Main, den 9. Februar 1920.
An den
Magistrat der Stadt
Fra.
n k f u r t a.M.
Hochgeehrte Herren!
Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft ist durch die gegenwärtige Not gleichfalls in äusserste Bedrängnis geraten und wendet sich an die Stadt, mit der Bitte, ihr zu Hilfe zu kommen. Sie begründet diese Bitte folgendermassen:
So lange Deutschland im Aufstieg begriffen war, konnte die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft das Museum allein betreiben, weil unter Frankfurts Bürgern der Gemeinsinn immer gross genug war, um Einrichtungen zu unterstützen, die der AlIgemeinheit dienten. Trat wirklich einmal vorübergehend die Not an die Gesellschaft heran -- um die Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zum Jahre 1885 war das längere Zeit der Fall so
sprang die Stadt mit einem jährlichen Zuschuss ein. Denn eine Stadt von der Grösse Frankfurts muss ein naturwissenschaftliches Museum haben, um ihrer Bürgerschaft die gewaltigen Fortschritte dieser Gebiete fortlaufend zur Kenntnis zu bringen.
Sie muss ihren Schulen die dringend notwendige Ergänzung des naturkundlichen Unterrichts bieten, wie sie seit Jahrzehnten im
Museum der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in
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