5.August 1921

An die

Städtische Steuerzahlstelle II

Hochstrasse 42

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Betrifft:

Veranl&gungsKonto: 8S631 II.

In Ihrer Veranlagung für das Rechnungsjahr 1921 ist ein Strassenreingungsbeitrag für 1920 in Hohe von 4464.96 Mark eingesetzt, gegen den ich im Aufträge der Senckenhergischen Naturforschenden Gesellschaft hierdurch aus zwei Gründen Einspruch] erhebe.

1. Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft betreibt seit über 100 Jahren ihr naturwissenschaftliches Muse^ und hat es über ein Jahrhundert lang den Schulen zu allen öffnungs zelten ohne Eintrittsgeld völlig frei zur Verfügung gestellt.

Sie hat damit der Stadt Frankfurt eine naturwissenschaftliches Museum erspart, das diese nicht entbehren kann, hat also Pflichten die eigentlich di© Stadt erfüllen müsste, freiwillig übernommen.

Es scheint nicht angebracht, dass man einem derartig gemeinnützi­gen Institut, das wie alle schwer um sein Dasein ringt, in der schlimmsten Zeit eine geradezu unerhörte Neubelastung aufbürdeft, die in garkeinem Verhältnis zu der Strassen!lache steht, die vor §em Senckenberglschen Museum liegt. Meiner Ansicht nach sollte die Stadt derartige Belastungen gemeinnütziger Institute von vornherein unterlassen, ganz besonders aber in der schwersten Zeit, in der jede Mark gefährlich werden kann, mit der diese