die Freude währte nur kurze Zeit.-Freiheit zu erobern,dazu genügt manchmal eine Revolution;sie aber zu verdienen und zu bewahren, dazu gehört weit mehr!- Das hat man im Jahre 1848 erfahren.

Um etwa diese 55eit war ich in das väterliche Geschäft arimge- troten.-Ueben dem 'Maklergeschäfte hatte mein Vater ein ?';.mk-und Wechselteschaft angefangen,und seine Kräfte reichten nicht aus,De» de zu führen.-Auch die Concurrenten Erlangers wollten es nicht, dass er beide Geschäfte betriebe. -'5v liess er denn durch den Se­nat der Rt&clt mich mit 19 Jahren rnfmc^ig^ erklären,Übertrug mir das . lukie rgeochäf t und widmete sich min ausschliesslich dem Bank­geschäfte.-Aber auch hier wurde es ihm nicht leicht gemacht.-Wele che >ehw Irrigkeiten ein Keukömmling im Bankfuche überwinden muss­te lässt sich nur ©messen,wenn man sich die Verhältnisse,wie sie damals in Frankfurt lagen,vergegenwärtigt« Da stand der alte Am- schel von Rothschild,’nii schneeweissea Haare,weisser Halsbinde, schwarzem Frack und bösen und Filzschuhen auf einer Strohmatte (eine Vergünstigung dis nur ihxa gegönnt war) in der Börse,und diktirte Deutschland den Diseonto-Bats und die Wechsel-Kurse. - War er einmal unwohl und kam gegen Erwarten nicht,so stieg der Werth des Geldes (discont) um einige Prozente,und Staatspapiere fielen um ebensoviel.-Hatte Rothschild eine kleine abgeschlossen so fragte er die Makler tmri seine Clienten wieviel sie haben woll­ten, und Je nach der grösseren oder kleineren Nachfrage bestirnte er den Preis und die Quote der Beteiligungen.Ranken g^ es nicht, daher keine Coneurrcnz;jedes grössere Finanzgeschäft war auf Roth­schild angewiesen.

Dass man eine solche Macht nicht- gerne auf gibt ist selbst- redendjdass Andere unter ihren Druck litten und diesen zu besei­tigen suchten,ist ebenfalls verständlich.-Erlanger hatte sich den