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Nachbarschaft als praktisch erwiesen hatte, wurde er nicht müde, unseren Landwirten zur Nachahmung zu empfehlen. Daß die Obst­zucht, namentlich die Kultur von feinem Tafelobst, in Schwanheim schon seit einem halben Menschenalter, besonders von kleinen Besitzern eifrig und mit Erfolg gepflegt wird, ist ebenfalls größtenteils aus seine Anregung und das von ihm gegebene praktische Vorbild zurück­zuführen. Das hervorragende Wirken des Jubilars auf sozialem und hygienischem Gebiete ist in ganz besonderem Maße bei der Gründung des Krankenwagenvereins und dem Bau der Walder­holungsstätte zutage getreten. Aber auch an der kräftigen Förderung vieler anderer gemeinnütziger Bestrebungen hat Kobelt immer den lebhaftesten Anteil genommen; es genüge, an seine Mitwirkung bei der Berwirklichling des neuen prachtvollen Turnhallenbaues und des Brückenbauprojektes zu erinnern.

Sein Andenken in Schwanheim wird für alle Zeiten ein gutes und dauerndes sein, denn von ihm gilt das Wort Goethes:

Die Stätte, die ein guter Mensch betrat,

Ist eingewciht, nach hundert Jahren klangt Sein Wort und seine Tat dem Enkel wieder.

Ailbelm Kobelt's flbfcbied aus Scbwanbeim a. M.

3it schlichter, würdiger Form vollzog sich die Ube'führung der sterblichen Überreste unseres hochverehrten Prof. Or. Kobelt nach der Einäscherungsstätte Offenbach. Die Gemeindekörperschaften, mit dem Bürgermeister an der Spitze, sowie Abordnungen zahlreicher Vereine hatten sich mit einer Fülle von Kranzspenden im Tranerhaus zn einer kurzen Totenfeier einqefunden, die Zeugnis ablegte von der großen Hochschätzung, deren sich der Verblichene allenthalben erfreute. Herr Bürgermeister Diefenhardt gedachte namens der Gemeinde in eindrucksvollen Worten der hervorragenden Verdienste, die sich der Verstorbene um unser Gemeinwesen erworben hat. Insbesondere betonte er in seiner warmherzigen Trauerrede das ungemein segens­reiche, gemeinnützige Wirken des Heimgegangenen um das Wohl unserer Bürgerschaft; dankerfüllten Herzens wies er darauf hin, daß Kobelt eine Unzahl gemeinnütziger Einrichtungen in unserer Ge­meinde angeregt und geschaffen habe, von denen unter anderen die Errichtung der Waldbahn, der stolze Brückenbau, die Walderhvlungs- ftätte und das Heimatmuseum für alle Zeiten sichtbare Wahrzeichen bleiben würden von des rastlos tätigen Mannes idealem Streben. Das Andenken an diesen Wohltäter und Förderer unserer Gemeinde werde unvergeßlich bleiben. Für die übrigen zur Feier erschienenen Vereine und Korporationen ergriff Herr August Gräser das Wort und führte etwa folgendes aus: