Sanitätsrat Dr. L. L A Q U E R
trat 1897 als Mitglied in die Gesellschaft ein. Am 26. Mai
1906 wurde er einstimmig zum arbeitenden Mitglied gewählt, in einer gerade sehr arbeitsreichen Zeit: Umzug - Eröffnung des neuen Museums
Er hat an den damaligen vielen und langen Sitzungen der Verwaltung
regelmässig teilgenommen und sich an den Arbeiten lebhaft betätigt. 1907 wurde er in den Festausschuss zur Vorbereitung der Feier zur Eröffnung des neuen Museums gewählt und beim Feste selbst war er der liebenswürdigsten einer, die die Gäste empfingen und zu ihren Plätzen geleiteten.
Als Vettfe/ter der Interessen der S. N. G. wurde er 1907 in
den Vorstand der damals neu gegründeten »»Akademischen Tennis Gesellschaft« gewählt, die ihre Spielplätze hinter dem Museum hatte. Dieses Amt hatte er bis zum Jahre 1912 inne, 1909 führte er den Vorsitz.
In seine Arbeitszeit bei der Verwaltung der Senckenbergischen
Gesellschaft fallen auch dl,e verantwortungsreichen, schwierigen Beratungen und Vorarbeiten zur Beteiligung der Senckenbergischen Gesellschaft an 3X8 der zu errichtenden Universität. Am 5. Juli 1911 wurde er in die Kommission zur Prüfung der Universitätsfrage gewählt und in den betreffenden Sitzungen hat er den Universitätsgedanken und die Beteiligung der Gesellschaft ste|s warm vertreten und befür»»rtet. Den Bericht dieser Kommission an die Verwaltung der Gesellschaft hat er seiner Zeit mitunterzeichnet.
In den letzten Jahren ist er, wohl aus gesundheitlichen
Rücksichten, den Verwaltungssitzungen fern geblieben, doch wohnte er noch hie und da einmal den wissenschaftlichen Sitzungen der Gesellschaft bei, in denen er früher selbst interessante Vorträge gehalten hat:
1905: »»Die Grundlagen geistiger Minderwertigkeit»» (»»Bericht 1905
S.148/149
1909: »»Ärztliche Vererbungsprobleme»» («Bericht 1909 S. 115-118)
Im Bericht 1912 (S. 62-67) hat er den Nekrolog über San. Rat Efrnst Blumenthal verfasst.