23. Juli 1912
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Lieber Herr Professor !
Ich finde selbst sehr hässlich von mir, dass ich
Sie in der Urlaubszeit mit. Senckenbergischen Angelegenheiten v rfolge. Aber les. n Sie bitte den beigeschlossenen Brief des Herrn >seher. Vielleicht, werden Sie mir dann verzeihen. Ich meine dass wir uns dem Plane des Oberbürgermeisters uns einen Akademie Flügel hinten quervor zu bauen ( Flügel B höchst hartnäckig widersetzen sollten. Abgesehen davon, dass ein solcher Bau den Zugang in unseren Arbeitshof für Lastfuh werke versperrte, dem Prätarationsrauin alles Seitenlicht wegnähme ( das wir aber absolut nicht entbehren können;£|e- her's Meinung, wir kämen dort mit dem Oberlicht aus, ist natürlich falsch ) wäre damit einer Erweiterung des Museums in fernerner Zukunft entgültig die Möglichkeit genommen. Weniger schlimm wäre die Sache mit dem Flügel A . An Mazerationsraum würden die Seitenfenster zu entbehren sein, und vielleicht könnte man sich hier Gonzessionen abbringen lassen. -- Ich schreibe vorläufig an heher, dass ich ohne Sie und die Verwaltung garnichts zu der Sache äussern könne, werde ihn aber bitten, zu einer Besprechung zu mir ins Museum zu kommen. Vielleicht bringe ich ihn da auf unsere Sei
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Das Liberia-Flussrferdchen entwickelt sich sehr
hübsch. Zum Ankauf einer prachtvollen Balgsammlung Venezuelanischer Vögel hat Herr de Neufville 477.- Mark bewilligt. Gestern habe ich mit ihm eine Reise zum Grafen Berlepsch ge