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21. Apr 1^^922
Sehr geehrter gerr Flinsch!
Auf Ihr freundliches Schreiben vom 13. April mochte ich heute nach meiner Rückkehr.gleich erwidern, dass es der Gesellschaft seihst ausserordentlich leid tut, die Verluste treuer Mitglieder nicht mehr in der früheren Weise im Bericht bringen zu können. Die Kosten für unsere Veröffentlichungen und ganz besonders die Kosten für Bilder sind derartig gestiegen, da,s wir schon vor einiger Zeit uns entschliessen mussten, ganz davon abzusehen. Wir hätten selbstverständlich bei Ihrem Herrn Vater, vrie bei einer ganzen Reihe anderer hochverdienter Männer und Frauen gern eine Ausnahme gemacht; aber dann lässt sich keine Grenze ziehen und deswegen haben wir uns dafür entschieden, die Nekrologe ganz ausfallen zu lassen. Natürlich steht das in garkeiner Beziehung zu dem dankbaren Gedenken unserer Gesellschaft, da ja alle die freundlichen Zuwendungen in den Akten für ewige Zeiten verzeichnet sind. So wird auch das Andenken an Ihren Herrr Vater, das von den Hinterbliebenen in so schöner Form gewahrt wird, auch bei uns allezeiten bestehen bleiben. Die von Ihrem Herrn Vater seiner Zeit geschenkte Plakette war lange Zeit in der Schausammlung des Museums ausgestellt,.wurde aber mit den übrigen Medaillen nach dem Kriege wegen eines Ei nbruchdi.ebstahles entfernt und im Tressor aufbewahrt.
Mit ausgezeichneter Hochachtung
i. A.