2. März 1920

Herrn

Berginspektor K. M ü 1 1 e r

Miehelstcdt

Sehr geehrter Herr Berginspektor!

Die Senckenbergisehe Naturforsehende Gesellschaft mochte Ihr Scheiden von Frankfurt nicht ohne einige V/orte des Dankes vorübergehen lassen. Jetzt, da Sie von uns geschieden sind, kommt uns erst voll zum Bewusstsein, wie unendlich viel Sie in stiller und bescheidener Arbeit der mineralogischen Sek­tion gewesen sind. Zumal wir garnicht wissen, wer bei der Über­lastung unseres verdienten Herrn P v of. Schauf die Fülle von Kleinarbeit übernehmen soll und kann. Ihre Tätigkeit hat die Abteilung, in der Sie jahrelang gearbeitet haben, ausserordent­lich stark gefordert, und so viele Arbeiten, die für das Weiterbestehen der Abteilung von grösster Bedeutung sind, wären überhaupt nicht oder doch niemals in ähnlich sorgfältiger Weise zustandegekommen. Wir denken dabei ganz besonders an die ordnende Tätigkeit, an die Aufstellung des Zettelkatalogs der Schausamm­lung usw. Die Senckenbergisehe Naturforschende Gesellschaft