12.April 1920

Herrn

Generaldirektor G. GOTTLOB

Friedenstrasse 12/18

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Hochgeehrter Herrl

Aue dem Ihnen im vorigen Herbst zugegangenen Zirkular nserer Gesellschaft, des Sie auch veranlasste, Mitglied der Gesell- chaft zu werden, haben Sie ersehen, dass unsere Lage ein kritische st und dass wir alle Arbeit anwenden müssen, um das Museum aus seiner Bedrängnis zu retten« Nun haben wir zwar in Frankfurt recht gute Irfolge gehabt, aber sie reichen bei weitem nicht hin, um die Zukunft ler Gesellschaft sicher zu stellen. Viemehr müssen wir uns auch an las Ausland wenden und haben das schon begonnen. Nun erhalte ich äben aus Nordamerika die Nachricht, dass einer unserer früheren Gönner augenblicklich nach Europa abgereist ist und ich vermute, dass noch weitere Ausländer sich entweder auf dem Wege hierher befinden oder doch im Laufe des Sommers herüberkommen werden. Darf ich mir wohl die Frage erlauben, ob Sie uns nicht einen Rat geben können, wie wir solchen Herren, die doch zweifellos im Frankfurter HoM-.. absteigen werden, näher treten könnten? Vielfach lässt sich mündlicher Unter­redung manches erreichen, was brieflich viel schwieriger zu erlangen ist und wenn wir einem Ausländer etwa unser schönes Museum zeigen