.1

Es braucht Mittel, braucht mutige Freunde, die ihm zur Seite 'Stehen, die den Kopf nicht hängen lassen, sondern in der weiten Ferne das Morgenrot besserer Zeiten sehen und darauf zuschreiten. Die Gesell­schaft darf das, was der Stolz der Väter war, nicht verkommen lassen, sie muss sich durchringen. Hunderte von hilfsbereiten Briefen, die uns mit herzlicher Rührung erkennen lassen, wie tief die Liebe zu unserem Museum in allen Kreisen wurzelt, haben uns in der verzweifel­ten Lage Mut zugesprochen, hunderte haben uns nach besten Kräften ge­holfen. Aber wir brauchen trotz aller Sparsamkeit und Einschränkung mehr, viel mehr, wenn wir nur das erhalten wollen, was in besserer Zeit geschaffen wurde, damit es später einmal weiter blühen kann.

Wir werben auch um Sie. Glauben Sie nicht, dass es auf den Einzelnen nicht ankomme I Wir brauchen jeden - wenn er nur Freude an der Natur empfindet oder sie sucht, wenn er anderen zur Erkenntnis ^ helfen will. Die Gesellschaft bringt ihren Mitgliedern in demBericht kostenlos eine der besten deutschen gemeinverständlichen Viertel­jahrsschriften, die über alle Gebiete der Naturwissenschaften gut illustrierte belehrende Aufsätze enthält. Sie öffnet ihnen täglich (ausser Montag) ihr Museum völlig frei, veranstaltet Vorträge und Vor­lesungen, die zu den besuchtesten Deutschlands gehören - kurz: sie arbeitet mit allen Krä-ften daran, naturwissenschaftliche Erkenntnis in die weitesten Kreise zu tragen. Aber sie kann ihre hohen Aufgaben, zu denen noch die Förderung dergewaltig fortschreitenden Forschung kommt, nur erfüllen, wenn sie sich auf alle Kreise stützen darf, die ihr helfen können. Wem es die Mittel irgend erlauben, der werde ewiges ~ Mitglied und lasse seinen Namen auf den Marmortafeln des Museums um andere werben, die uns noch fern stehen. Und wer dieses nicht kann, a der melde sich als beitragendes Mitglied an, bestimme selbst nach besten Kräften die Höhe seines jährlichen Beitrags (Min­destbeitrag M.20.-, der von sehr zahlreichen treuen Freunden wesent­lich erhöht worden ist) und denke dabei: jede Summe, die ich gebe, hilft dem Ganzen!-Werben Sie um Hilfe in Ihrem Kreise, suchen sie uns neue Freunde und neue Mitglieder zu gewinnen; wenn jeder nach besten 1 r Kräften hilft, so m u s s es gelingen, auszuhalten, bis bessere Zeiten 9 kommen. Mögen dann dankbare Nachkommen auch Ihren Namen nennen, als einen von denjenigen, die sich in Deutschlands dunkelsten- Zeiten nicht selbstsüchtig zurückzögen, sondern das Allgemeinwohl mehr als ihre Bequemlichkeit gelten Hessen, die halfen, wo es galt zu helfen, wo es a 1 1 e ri Nutzen brachte!

' /fr

MW