105

Einfluß namentlich ist es zu verdanken, daß genügende Geldmittel beschafft wurden, um die Volksbildungsarbeit im Rhein-Maingebiet auf längere Zeit hinaus sicher zu stellen und sie so vor dem Schicksal der früheren Volksbildungsbewegung zu bewahren. So sehen wir in Or. Kobelt den besten Förderer und die feste Stütze des neueres organisierten Volksbildungswesens in Hessen, Nassau und den an- grenzenden Gebieten, wie es sich imRhein-Mainischen Verband für Volksbildung" darstellt.

Die Bestrebungen des Verbandes wurden namentlich auch da­durch gefördert, daß er die von ihm früher schon gegründetenGe­meinnützigen Blätter" dem Verband für seine Veröffentlichungen zur Verfügung stellte, und daß er einen Mineralienaustausch unter den Mitgliedern und sonstigen Freunden des Rhein-Mainischen Verl- bandes leitete. Außerdem war er in der Lage, manchem der sich in Fragen seiner persönlichen Geistesbildung an ihn wandte, mit seinem Rat brieflich oder durch mündliche Aussprache zu dienen.

Auch seine nimmermüde Feder stellte er der Volksbildungsarbeit zur Verfügung. Nicht allein, daß er in sdenGemeinnützigen Blättern" manchen Aufsatz mit guten Anregungen geschrieben hatte, auch Roß- mäßlers schöue Programmschrift für die naturkundliche Volksbil­dungsarbeit,Das Gebirgsdörfcheu" wurde in der SammlungDie Volkskultur" (Leipzig, Quelle und Meyer) von ihm neu heraus­gegeben und mit einem prächtigen Vorwort eingeleitet. Für die populär-wissenschaftliche SchriftensammlungAufwärts" (Frankfurt. E. Grieser) hat er ein Bändchen iiberDie alten Flußläufe in Deutschland" geschrieben.

Wilhelm Hobelt als Törderer feiner zweiten Heimat der Gemeinde Sdtwanheim a. M.

Seit seiner Übersiedelung nach Schwanheim, die im Jahre 1869 erfolgte, hat sich Kobelt auf den verschiedensten Gebieten des bürgerlichen und sozialen Lebens die größten Verdienste erworben. Nachdem er 12 Jahre hindurch mit Eifer und Geschick dem Beruf als prakt. Arzt obgelegen hatte, wählte er sich neben seinen inten­siven wissenschaftlichen Forscherarbeiten auf dem Gebiet der Weich­tiere als besondere Lebensaufgabe die Förderung solcher Bestrebungen, welche >auf das Allgemeinwohl der Einwohnerschaft Schwanheims gerichtet waren. Hierbei entwickelte er nicht weniger Initiative lind Anregung als erfolgreiche Ausdauer. So haben z. B. die Schwanheimer Landwirte manche gute und praktische Anregung in Bezug auf die Einführung von neuen wertvollen Kulturmethoden, landwirtschaft­lichen Werkzeugen und Maschinen und die Anwendung von künst­lichem Dünger ihm zu verdanken. Was sich auf den Gütern der