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Ort, das Gesetz die Form der Sozialpolitik, und ihre Vollführer sind die Parlamentarier und die Beamten. Ihre Arbeit in Ehren, die ihr genug und übergenug erwiesen werden, aber ein Lano .wäre arm und seiner Sozialpolitik fehlten die letzten und feinTte.i ^Organe, wenn nur diese Arbeit die Sozialpolitik umschlösse.

Vor, neben und nach der Tätigkeit aller dieser in irgendeiner Weisebeamteten" Personen und Stellen steht und geht die Tätig­keit Unbeamteter, Unverantwortlicher, d.e ohne Auftrag und Geheiß aus eigenem Willen und aus freier Neigung sozial arbeiten.

Der Untertan wird regiert, für ihn redet, schreibt, sorgt die Obrigkeit, seine Zeitung, sein Vereinsvorstand. Staatsbürger sein, heißt sich mit verantwortlich fühlen, Mitarbeiten, selbst Handanlegen. Wir haben in Deutschland noch nicht die Klasse der durch Besitz und Einkommen wie durch Selbstgefühl unabhängigen Leute, die in Freiheit dem Volk dienen, .ohne Examina und Zeugnis, ohne Bestallungsurkunde und Diensteid, ohne Titel und Amt. Deutsch- Zand war lange, viel viel länger, als die allezeit kurz gedenkende 'Gegenwart weiß, ein Kleinstaateareich und Beamtenland, und je kleiner das Ländchen, umsomehr Beamten besaß es, und mit um so stärkerem Amtsbewußtsein waren diese bedacht. Bis weit in das t9. Jahrhundert hinein reicht die Ordnung wje die Auffassung des alten Staates und der alten Gesellschaft. Wir tragen alle, in allen Schichten, die meisten ohne es zu wissen, noch Reste der Gesinnung des Beamtenrockes und Beamtenzopfes unserer Väter in uns. Bieder­mann sagt vom 18. Jahrhundert:Jener kräftige, intelligente, durch Besitz und freie Erwerbstütigkeit unabhängige Mittelstand war nur in vereinzelten und darum einflußlosen Elementen vorhanden", und Freytag sagt von der gleichen Zeit:Die sichere und stolze Selbst­achtung, welche wir von einem gebildeten und guten Manne fordern, war damals in Deutschland selten." Sovieles auch im 19. Jahr­hundert anders geworden ist, auch über dem Eingangstor des 20. Jahrhunderts könnten diese Worte stehen, ohne allzu großes Auf­sehen zu erregen. Auch in unserer Zeit fehlt trotz der demokratischen Massenbewegungen, trotz Wirtschafts- und Sozialgeschichte, anstelle der Kabinetts- und Kriegsgeschichte der rechte Maßstab, Großes und Kleines nach Schein und Sein zu messen und zu werten. Zn unserer Zeit der Presse und der Photographie triumphiert das Sensationelle, das uns tagtäglich in Wort oder Bild aufdringlich Vorgesetzte. Es find nicht mehr allein die Personen des Hofes und des Heeres, andere sind an ihre Seite getreten, aber heute wie vor 100 Zähren überschätzen wir gern und leicht Leistung und Bedeutung der großen der Öffentlichkeit, übersehen und ahnen nichts von dem Wirken der Stillen im Lande", die ihre Person in den Dienst des Volkes stellen ohne Aufsehen, und ohne daß davon und von ihnen geredet wird, und die im engen Bezirk als Pioniere und Erzieher arbeiten.Jene edlen stillen Menschen," wie sie Carlyle genannt hat, und von denen