12.November 1924
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Sehr verehrter Herr Geheimrat!
Am Morgen nach dem Konzert muss ich Ihnen gleich schreiben, da Ihnen und Ihrer Gattin das ganze Verdienst für den wundervollen Abend und für seinen Erfolg zukommt. Die zahlenmassige Hohe kenne ich wohl erst in ein paar Tagen, nach Abzug der kleinen Spesen, und werde sie Ihnen dann sofort mitteilen, ebenso wie wir 'en Dankbrief an Herrn SCHLUSNUS bis dahin verschie ben wollen. Ihnen aber und Ihrer Gattin kann unser Museum garnicht dankbar genug sein. Schon der Sonntag in Ihrem Hause war herrlich und viel intimer als der rauschende Jubel am Montag. Dcr*t hat sich sicherlich das. eine oder andere freundliche Fadehen zum Senckenberg gesponnen, das wertvoll werden wird. Am Montag hatte ich das Gefühl, dass der ganze Saal spontan begeistert war und dass auch Schlusnus sich über die Ovationen lebhaft freute* Wenn wir in der Lage wären, ähnlich vernehme und künstlerisch hochstehende Veranstaltungen gelegentlich zu wiederholen, so würde nicht nur der finanzielle Nutzen für das Museum eine Rolle spielen sondern fast noch mehr die Stellung des Senckenberg-Museums an der Spitze der wissenschaftlichen Institute Frankfurts. Sch usnus war als Einleitung hervorragend, besser als irgendetwas anderes hatte sein können — und dafür mochte ich Ihnen und Ihrer Frau Gemahlin