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den 25. Juni 1930

Lieber und sehr verehrter Herr Geheimrat!

Da die Zeitung es sagt, wird es wohl wahr sein, dass Sie, der Rüstige und Unermüdliche, der noch vor wenigen Jahren die Ge­schicke unserer Stadtbibliothek leitete, 80 Jahre alt werden! S© darf die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft zunächst ihrem Ausserordentlichen Ehrenmitglieds besonders herzlich gratu­lieren und ihm noch lange Jahre der Anteilnahme an den Geschicken unserer Vaterstadt und der innerlichen Mitarbeit an allem, was man als geistig bezeichnen kann, wünschen.

Ich darf auch persönlich meine herzlichen Wünsche anschlies- sen, denn ich denke immer mit Freude daran zurück, wie ich Namens unserer Gesellschaft und Namens der Universität mit Ihnen zusammen arbeiten durfte. Was Sie in langen Jahren geschaffen haben, ist kraftvoll genug, um selbst einer schweren Dürreperiode nicht zu unterliegen; es sammelt, wie alle kulturellen Dinge in der trüben Gegenwart Kraft, um dann, der Steppenpflanze nach dem ersten Früh­lingsregen gleich, um so herrlicher aufzublühen. Des dürfen Sie gewiss sein!

Mit herzlichen Grüssen und Wünschen Ihr ergebener

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