lö. Oktober* 1920
Sehr geehrter Herr RahlenI
f
Zunächst freue Ich mich, Sie als ewiges Mitglied unserer
Gesellschaft begrussen zu dürfen und danke Ihnen bestens, für Ihren in Aussicht gestellten Beitrag v®n 1000 Mark, für dessen Überweisung ich mir eine Zählkarte beizulegen erlaube. Ferner fereue ich mich im Interesse unseres Phetogra hen darüber, dass Sie den an und für sich nicht niedrigen Preis um 100 Mark erhöhen wollen. Is ist m'ir um s© angenehmer, als der Mann ungewöhnlich fleissig und geschickt ist und vier kleine Kinder zu hause hät. Ich hatte die Arbeit bereits nach dem Empfang Ihrer gestrigen Karte aus Esslingen in Auftrag gegeben * und hoffe, dass er si^ tr@tz seiner vielen Arbeit bald fertigstellen wird. ""
Die wissenschaftliche Frage, in deren Besprechung der
übrigens ganz sterile Amerikaner unterbrach (wenn die 100000 Mark so leicht zu erreichen wären, lieber Herr Rehlen, dann wäre unser Museum und die deutsche Wissenschaft nicht so in Not!) scheint mir nicht genügend gekkärt zu. sein. Obwohl ich glaube, dass, der Salzbach mit seinen 67 Temperatur eine kleine Oase bei Biebrich verursachen konnte, sind die Bedenken wegen der mangelnden Lufttemperatur doch recht gross. Vor allem aber glaube ich nicht mich der Idee Schmidtgens ansehliessen zu können, dass sein hochinteressanter Fund von Mastodon bei Mosbach wirklich für ein Zusammenleben mit den mehr oder weniger Kälte- liebenden Tieren spricht. Ich gloube nämlich