30. März 1911

Sehr

verehrter Herr

Professor!

Antwortlich Ihres freundlichen Schreibens von heute danke ich Ihnen für die Anregung, die Sie bezüglich der Präparation unserer Placodonschädel- und Unterkiefer gegeben haben. Es ist richtig, dass unser Konservator Strunz während seiner Dienstzeit voraussichtlich nicht so bald die Präpa­ration vollenden könnte; dasselbe gilt aber auch, wie Sie schreiben für den Präparator Reiter in München, der diese Arbeit aus er der Museumszeit verrichten müsste und zwar auch gegen EntgelÄ. Bei dem grossen Wert der Objekte muss es uns auf eine besonders gute Präparation ankommen, wie sie Strunz sicher leisten würde, während wir bei dem Präparat >r Reiter in dieser Hinsicht nicht sicher sind. Ich schlage Ihnen deshalb vor, Strunz damit zu beauftragen, ausserhalb seiner Dienststunden und gegen besonderes Entgeld die Prä­paration der PIacodus-Schädel und - Unterkiefer möglichst schnell zu vollenden, und glaube, dass er dies in der gleiche Zeit tun kann wie der Münchner Preparartor.

In der Hoffnung, dass S e mit diesem Vorschläge ein verstanden sind, bin ich mit herzlichem Gruss

Ihr ganz ergebenster