r

(Se/icAenÄ&uxiöc^o

No.

s

26

Dezember 1906.

Ogtfehc Rutida&atü

%

Hochge

Namen; bergischen Natin geehrter Herr Pi zu ihren » Korre nich, Ihnen zu I wünsche darzubri Mit au !

der Senckenb

der lateinischen Wortform en", das 1890 heraus» kam. Es war sein literarischer Schwanengesang. Nach Vollendung dieses Buches gemabnte das versagende Augen­licht den greisen Gelehrten gebieterisch zur Ruhe.

Seit mehr als elf Jahren ruht Karl Ern st Georges nun schon unter dem kühlen Rasen, am 25. August 1895 erlöste den nahezu Neunundachtzigjährigen ein sanfter Tod. Solange es eine Geschichte der lateinischen Lexikographie gibt, wird der Name Georges stets an erster Reihe genannt werden. I. F.

/ * Kleine Mitteilungen. Prof. Dr. Georg Schweinfurth wird am 29. d. M. fern von Berlin seinen 7 0. Geburtstag feiern. Ein gebürtiger Rigaer, hat er in Heidelberg, München und Berlin Natur­wissenschaften studiert, und sich hauptsächlich der Botanik gewidmet. Zu botanischen Studien zog er im Jahre 1864 nach Ägypten bis an die Grenze Abessiniens. 1866 kebrte er nach Deutschland zurück Im Aufträge der königlichen Akademie der Wissenschaften in Berlin und mit Beihilfe der Humboldt-Stiftung bereiste er 1868 bis 1872 vom Nil aus Jnnrrafrika. Damals drang er zum Bahr el Ghaza und Djur vor, durchzog die Länder der Dinka, Bongo und Niam-Niam, entdeckte den Uslle und brachte die erste Kunde vom Zwergvolk der Akka. Zwar hat eine Feuersbrunst seine Tagebücher und Samm­lungen vernichtet, aber sein ReisewerkIm Herzen von Afrika" entschleierte der Welt einen bis dabin ganz unbe­kannten Teil des schwarzen Erdteils. Seitdem vergingen- nur wenige Jahre, in denen Schweinfurth nickt an der Erforschung der Länder zu beiden Seiten des Nils eifrigst milgeorveitet dat, sein Forschungsgebiet stetig erweiternd. Zu seinen naturwissenschaftlichen Studien gesellten sich archäologische, philologische, anthropo- und ethnologische. In neuester Zeit hat er sich ganz besonders auch für die vorgeschichtliche Forschung, namentlich die der Steinzeit, interessiert.

Zum Leiter derRevue des Deux Mondes" an Stelle BrunetiereS ist der ehemalige Abgeordnete und Senator Francis Charmes, der langjährige Mitarbeiter des Journal des DöbatS", gewählt worden.

Die Pariser Acaddinie des Sciences et des beaux arts hat mit einem Preise von 5000 Franken ein Werk von Franz Funck-Brentano ausgezeichnet, das unter dem Titel Bastille-Legenden den schlechten Ruf des be­rüchtigten Pariser Gefängnisses als ungerechtfertigt er­scheinen läbt. Bekanntlich wird in allen Geichichtswerken über die grobe französische Revolution die Pariser Bastille als eineS der fürchterlichsten Gefängnisse geschildert. Funck- Brentano hat nun dargetan, daß die Bastille in Wirklichkeit besser war. Nach genauer Prüfung der Akten aller 5277 Gefangenen von 1659 5iS 1789 behauptet der Ver­fasser. datz die Behandlung in der Bastille menschlich und dab darin viel für die Bequemlichkeit der politischen Ge­fangenen gesorgt war. In der Bostille hing die Lage der Gefangenen völlig von ihren Vermögensverhältnissen ab, so dab die reichen Gefangenen sich eine fürstliche Lebens­haltung leisten konnten. So wurde beispielsweise einer Gefangenen gestattet, ihren Gatten bei sich zu behalten. Den gefangenen Künstlern war es auch erlaubt, abends im Theater zu svielen, wenn sie nur zum Schlafen in ihre Zelle zurückkehrten. Hervorzuheben ist nach Funck- Brentano auch die bezeichnende Tatsache, dab die Re­volutionäre nach der Erstürmung der Bastille nur sieben Gefangene vorfanden: vier Fälscher, zwei Geisteskranke und einen Verbrecher.

* Hochschulnachrichten. Der Vorsitzer des baveri-

Sr Sencken- i Sie, hoch- i mit Stolz , beehre ich :hsten Glück-

11schaft

*

F. J. 60. III. 06. 3000.