Fritz Will

Frankfurt a. M.

BETTINASTRASSE 45 p.

TELEPHON:

Amt Taunus, No. 3471-

Postscheck-Konto No. 8881 Frankfurt a /A.

A.

Frankfurt a.M., 24. Februar 1919.

An die

Senckenbergisehe Naturforsehende Gesellschaft,

Frankfurt a.M.,

Victoria-Allee.

Betrifft Garderobe.

Hierdurch möchte ich Sie im Interesse der Allge­

meinheit darauf aufmerksam Garderobe, wie sie letzten Verbesserung, sondern e: : ne

machen, dass die Zustände in der Samstag geherrscht haben, keine Verschlechterung gegenüber dem

seitherigen System darstellen, denn zum Schluss wurde die Garderobe direkt gestürmt, und dass bei dieser Gelegenheit Sachen zu Boden geworfen und herumgezerrt wurden, war ganz unausbleiblich.

Der ideale Zustand, der seither herrschte, kann al1erdingsbei den heutigen Verhältnissen, wo sich selbst in die besten Gesellschaften unlautere Elemente einschleichen, nicht mehr ratsam sein.

Ich würde Ihnen daher Vorschlägen, was ja mit ge­ringen Kosten verknüpft ist, die Tische, hinter denen die bedienenden Personen stehenr^ so zu verankern, dass deren Wegrücken unmöglich wird, und überhaupt die Sache so einzu­richten, dass das Publikum nicht in die Garderobe eindringer kann .

Des Ferneren möchte ich darauf aufmerksam machen, dass das Hutaufhalten der Damen, besonders bei Lichtbild- Vorträgen, unbedingt verboten werden muss, denn ich hatte letzten Samstag z.B. das Vergnügen, hinter einer Damen mit einem grossen breiten Hut zu sitzen, und war deshalb fort­während gezwungen, mich nach Rechts oder Links herauszubeu­gen .

Man kann len Damen vielleicht nicht zumuten, ihre Hüte abzuaelfeen; dann aber müssen sie dieselben, wenn sie sie mit i4i den Hörsaal nehmen, wenigstens absetzen.

Ich bitte Sie, vorstehende Zeilen als das, was sie sind, im Interesse der Allgemeinheit^freundl. entgegennehmci zu wollen, und zeichne

h o c h a 6 h buj) g s v oll