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10.April 1923
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Sehr ..geflirter Herr #raemer!
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Ihr freundlicher Brief zeigt am besten das warme Interesse, das Sie an unserer Arbeit nehmen. Sie gelbst'haben ja-b6i"dieser Werbe tätigkeit wieder einen-erheblichen Betrag' gespendet und so wird es Sie wahrscheinlich interessieren, wie ich mir die Zukunft unseres Museums als Optimist denke. Was wir brauchen, sind laufende, regelmässige Einnahmen, auf die wir bestimmt rechnen können, und deren Minimum im Augenblick etwa 60 Millionen betragt. Das ist ausserordentlich kna gerechnet. Um dieses Existenzminimum kämpfe ich zunächst, d. h. ich suche unsere Mitgliederzahl ln Frankfurt und vor allem auswärts so zu steigern, dass dieser Betrag erreicht wird. Von diesem Betrage können wir lediglich Gehalter und Lohne unserer Angestellten und die Druckkosten unserer Zeitschriften bezahlen, ohne deren Vorhandensein die Universitätsbibliothek (Senckenbergische Bibliothek) zusammenbricht. Sie sehen, dass bei einem- solchen Bedarf an regelmässigen Einnahmen unsere Sammlungen nichts abbekommen. Und gerade dafür wurde eine Art Opferkasten in Ihrem Sinne vorzüglich geeignet sein. Nur mochte ich nicht gern vor der Erreichung des Existenzminimums an eine solche Idee denken; haben wir diesen aber erreicht, so wird ein Kasten mit der Aufschrift! Alle Geldbeträge, die hier eingeworfen werden, werden ausschliesslich zur Vergrößerung der Sammlungen verwandt, sicher einen grossen Erfolg haben.