HEINRICH EMDEN, FRANKFURT a. M.
Blatt No.
zu Brief an
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Theodor Kestner war der Sohn der Lotte Kestner.unseren lieben Lotte Buff aas Wetzlar.
Als die Verhältnisse Hannovers durch die damaligen Kriege recht
schlimm wurden,hatte sich Lotte für die Zukunft ihrer Kinder ausserordentlich bemüht,und ihr Brief,den sie damals an Goethe geschrieben hat,um sich für ihren Sohn zu verwenden,dass er hier in Frankfurt als Arzt eine Existenz finden könnte,gehört mit zu den schönsten,den man in der deutschen Brief-Literatur finden kann,und heute ist es mir noch nicht möglich dieses Briefes ohne Rührung zu gedenken.
Kestner wurde hier Arzt,und hat sich sowohl bei dem Senkenberg- als auch bei dem Stadel'sehen Institut eine sehr angesehene Stellung ver
schafft*
K
Er wohnte hier in der Grossen Gallus-Gasse,in dem noch heute be
stehendem alten Eckhaus mit den Türmchen,Eingangs der Schlesinger Gasse.
Direktor Dr.Swarzenski war einmal so liebenswürdig die Akten des
Stadel'sehen Museums durchzusehen,woraus hervorging,dass Kestner sehr Nützliches für das Stadel'sehe Museum geleistet hat,und selbst nach seinem Austritt aus der Verwaltung immer noch in Anspruch genommen wurde,wenn es sich darum handelte feine und delikate Dinge zu erledigen.
Jn der Bibliothek und in den Akten des Senkenberg ist sicherlich auch sehr wertvolles Material zu finden.
Kestner gehörte seiner Lebtage zu den Freunden Goethe's in Frankfurt,und auch zu dem Freundeskreis,der immer zum 28.August seine Bratu- lation nach Weimar entsandte.Die Antworten Goethe’s auf die Gratulationen finden sich in seinen Gedichten.
Wahrscheinlich sind Ihnen,Herr Professor,diese Dinge doch bekannt,
aber ich halte es für meine Pflicht,Ihnen das zu sagen, Dabei muss ich aäch einer alten Freundin,Nachbarin und T**utzbewohnerin,der Frau Laykauff t
w. 2000. II 22.