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8. Januar* 1925

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- Sehr : geehrter Herr Naumann! ' j -

Sie hatten im vorigen Jahre die grosse Freundlichkeit, für uns hei den Qffenba.cher Parfümeri-Werken zu werben und haben dadurch erreicht, dass die Firmen Gustav Böhn, M. Kappus, I. EK.P. Haas jun. Vollmarsche Stearinwerke gemeinsam mit Ihrer Firma einen Zuschuss von 100 Mark monatlich für unser Museum zahlten.- Ich-mochte Ihnen auch nachträglich nocheinmal wärmstens danken und Sie bitten, diesen Dank auch den übrigen Firmen zu sagen, dass Sie uns im vorigen Jahre ermöglicht haben, weit r zu b^steen. Und wenn ich an den Dank jetzt die Bitte knüpfe, Sie mochten uns auch im begonnenen Jahre wenn mög­lich den gleichen Betrag Zusagen, so begründet sich diese Bitte aus Lage des Museums in der Gegenwart. Der Obergang zur Goldwährung hat Tausende brotlos gemacht und damit tausende gezwungen, aus unserer Gesellschaft auszutreten. Aus 12000 Mitgliedern am 1. Januar 1924 sind 5000 am 1. Januar 1925 geworden. Das bedeutet eine Herabmin­derung unserer Einnahmen von 120 000 auf 50 000 Mark., d. h. den Ausgaben, die bei sparsamster Berechnung auf 110 000 Mark zu schätzen sind, stehen nur 50 000 Mark Aktiva gegenüber. Dabei ist der Vermögen verloren und so bleibt denn nichts übrig als an alle die Freunde vom vorigen Jahre herzlich und dringend zu appelieren, sie mochten