Magistrat beantragt, ber ©cncfeuhpmirf,... «v.,

Sl*Mir" 1881 'soÖ',*' tnfe ^vom l"Aril "°88?' St b F*

SbSSA 'SLL'"" wÄÄ E«

Sitzung der Stadtverordneten.

Frankfurt a. M., den 19. November 1879.

Anwesend von Seiten des Magistrat- die Herren Stadtrath Strauß, Beck, Senator Dr. Jäger. Anwesend von Seiten der Versammlung 83 Mitglieder. Der erste Gegenstand der Tages­ordnung war, die Magistrat-Vorlage, die Alignementsfestsetzung für die Lerbindung-straße zwischen Oberräder Fußweg und Teichstraße betr., dieselbe wurde zur Kenntniß genommen und eine weitere Vorlage deS Magistrats bezügl. des Tarifs der Trambahn an die neuernannte Commission verwiesen. Für Br- und Entwässerung deS städtischen Hauses, Alter Markt 17, wurden 1310 M. bewilligt. Sodann lag eine Petition der Seuckeub ergischen naturforschenden Gesellschaft vor, worin um die Subvention von 4060 M. für die Jahre 1879, 1880 und 1881 ge­beten wmde. Herr Dr. Kirchheim bat die Subvention wenigsten- vorerst für das Jahr 1879 bewilligen zu wollen. Heir Durlach er bemerkt, früher habe der Kreis die Sub­vention gezahlt, später aber diese wieder aus Mangel an Mitteln zurückgezogen. Da nun der Kreistag vielleicht nächstes Jahr wieder Geld haben dürfe, so wäre es rathsam, die erbetene Subvention vorerst nur auf ein Jahr zu bewilligen. Herr Dr. Rumpf möchte eine Verweisung der Sache an die Finanzcommission, da zu untersuchen sei, ob denn die Gesell­schaft ohne die Subvention wirklich nicht bestehen könne. Herr Dr. Barrentrapp bemerkt, daß durch ein solches Verfahren die Thätigkeil der Gesellschaft ins Stocken gcrathen müsse, wenn sie auch gerade ihr Museum nicht schließen werde. Sie werde aber dann nicht mehr in der Lage sein, wissen­schaftlich zu wirken, sondern könne uur auSgestopfte Vögel zeigen. Der Kreistag werde wahrscheinlich die Subvention wieder gewähren, wen» er den großen Corrigendenbau zu Ende geführt und wieder Geld haben werde. Sollte die Ver­sammlung nicht die Subvention sofort bewilligen wollen, so schließe er sich dem Anträge de- Herrn Dr. Rumpf an, welcher auch angenommen wurde. Danach wurde eine Zuschrift de- Herr» Oberbürgermeisters Miquel von Osnabrück verlesen, worin derselbe erklärte, falls er die Bestä­tigung de- Kaiser- erhalten solle, das Amt eines Oberbürgermeisters von Frankfurt annehmen zu wollen. Gleichzeitig drückte er der Stadtverordneten-Bersammlung den Dank für seine Wahl, der er sich würdig zu zeigen hoffe, aus. Da- Gesuch des Herrn Jakob Mel u« Enthebung von dem Amte als Mitglied der KlaffeApeuer-EiuschätzungS.Commissio> wurde genehmigt. Das­jenige de- Herrn Fränxnk nicht.

gewählt wuiden, verpflichtet. Die gcfordete städtische Sub­vention an die Dr. Scnckenberg'sche naturforschende Gesellschaft für das Jahr 1 87 7 mit 4660 und die­jenige an den Verein für Geschichte und Alter- t hum stunde mit 90) Mk. wurde an die Finanz-Com­mission verwiesen. Beide Vorlagen sind nur als ein Monitum aufzufasscn. Voriges Jahr erhielten die genannten Gesell­schaften resp. Vereine diese Subvention aus Kreismittelu und war auch für dieses Jahr gegründete Aussicht vorhanden, daß derselbe Fall cinlreten werde. Doch ist bis zur Stunde darüber eine Entscheidung durch die Kreisstäude nicht ge­troffen, weshalb die Genannten ihr Gesuch erneuerten. Nach einer Mittheilung des Herrn Dr Rumpf dürfte die Ent­scheidung, da die Mittel reservirt seien, in Bälde erfolgen ;

,7

V

'Die^Dweckion"¥er~ISnTfenbelgischen naturfor­schenden Gesellschaft bat eine gcnauc Darlegung des BermögcnSstandcs der Gesellschaft und einen in's Einzelne gehenden Nachweis über die Verwendung der ihr zur Ver­fügung gestellten Gelder vorgelegt und hieran das Ersuchen geknüpft, den bisherigen städtischen Jahrcs-Beitrag (1500 ff.) um 2000 Mark erhöhen zu wollen, da die seit 1826 jährlich gewährte Summe von 1500 fl. bei den gesteigerten Aus­gaben, es der Gesellschaft nid)t mehr ermögliche, gerechten Allsprüchen zu genügen. Die Direction führt namentlich aus, daß der Betrag von 900 Mark, welchen sie in den letzten Jahren auf Büchcranschaffungen habe verwenden kör,neu, weitaus nicht ausreiche, um die literarischen Bedürfnisse zu befriedigen. Mit Niicksicht darauf, daß die Scnkenbcrg'sche Bibliothek die einzige in hiesiger Stadt sei, welche Werke ans dem Gebiet der beschreibenden Naturwissenschaften anschaffe, dieselbe aber ans Mangel an Mitteln mit der dringenden nothwcndigcn Anschaffung einer Reihe kostbarer Werke in Rückstand gekommen sei, bittet die Direction, daß ihr von Seiten der städtischen Behörden die zur Ansfüllung der ent- siandcncn Lücken nöthigcn 13056 Mark gewährt werden möchten. Auf Grund dieser Vorlage beantragte der Magistrat bei der Stadtverordneten-Bersammlung, daß der bisher der Senkcn- berg'schen naturforschenden Gesellschaft gewährte Jahresbeitrag auf je 460 0 Mark für die Jahre 1876, 1877 und 1878 cr-^ höht und der Gesellschaft zur Ergänzung der Bibliothek eine! ejnWUge, Gabr^ von 10,000 Mxk. geWKtzx t..w^rde^_

Dank dem Kreisdotationsgesetz sind einige unserer wissenschaftlichen Vereine, welche aus dem städtischen Arear alljährlich eine Subvention erhalten, besser als in früheren Zeiten gestellt. Die S e n ck e n b e r,g 'sche natursorfchende Ge­sellschaft erhält auS KreismAteln einschließlich'eines Beitrages zur'Vermehrung ihrer Bibliothek, welche , in vielfacher Hinsicht die^Stahthibliothek ergänzt, 5000 M.» der physikalische Verein 3500., der Alterthumsverein 900 M, die

' V